So haben es andere in Bremerhaven gemacht

Energieberatung vor Ort

Die Antwort auf die Frage "Wie kann ich mein Haus sinnvoll modernisieren?" finden Sie häufig direkt in Ihrer Nachbarschaft. Häuser eines ähnlichen Bautyps oder aus der selben Bauzeit, die bereits saniert wurden, bieten eine gute Orientierung, was sich umsetzen lässt.

Auf dieser Seite stellen wir Ihnen daher einen Querschnitt von Modernisierungsbeispiele aus Bremerhaven vor.

Einige von ihnen konnten beim jährliche stattfindenen Hausbesichtigungstag unter die Lupe genommen werden. Ein Tag der offenen Haustür – das ist das Prinzip des Hausbesichtigungstag. Bremer Privatpersonen ermöglichen Interessierten ein Blick in das eigene Zuhause und berichten, welche Probleme sie in der Vergangenheit an ihrem Haus festgestellt und was sie dagegen unternommen haben. Begleitet werden sie dabei – je nach Maßnahmen – vom beteiligten Architekten, von ausführenden Handwerkern oder vom beauftragten Energieberater. Die Experten erklären alle technischen Details und können außerdem die individuellen Fragen der Besucherinnen und Besucher beantworten. Der nächste Hausbesichtigungstag findet am 26. April statt.

Einfamilienhaus aus dem Jahr 1914

Einfamilienhaus aus dem Jahr 1914

Das Resümee der Hausbesitzer:
„Wir fühlen uns sehr wohl. Das alles so gut geklappt hat, verdanken wir auch unserem begleitenden Energieberater. Außerdem empfehle ich jedem Hausbesitzer, bereits vor dem Kauf einer Immobilie ein Entwicklungs- und Sanierungskonzept in der Tasche zu haben. Nur so können anstehende Kosten realistisch eingeschätzt werden.“

Die Maßnahmen:
Die Eigentümer der Villa setzten auf eine behutsame Sanierung in zwei Schritten, durch die auch der Einsatz regenerativer Energie möglich wurde Zunächst wurde die Keller- und Obergeschossdecke gedämmt und die alte Heizung durch eine Pelletheizung ersetzt. Sechs Jahre später wurde das Dach saniert und eine thermische Solaranlage installiert. Eine Kerndämmung verbessert abschließend noch den Wärmeschutz.

Die Effekte:

  • Verbesserung des Primärenergiebedarfs von 76.000 kWh/a auf 34.717 kWh/a
  • entspricht einer Energieeinsparung von 54 Prozent

Energieberatung:

Zweifamilienhaus aus dem Jahr 1914

Zweifamilienhaus aus dem Jahr 1914

Die Maßnahmen:
Außenhülle, Dach und Kellerdecke – diese Teile des Hauses wurden gedämmt. Dabei wurde auch auf ökologische Aspekte geachtet: Teilweise wurde Zellulose als Dämmstoff genutzt. Außerdem wird das warme Wasser im Haus nun von einer Solaranlage erzeugt. Die Qualität aller Maßnahmen wurde thermographisch überprüft.

Die Effekte:

  • Reduzierung des Heizwärmebedarfs von 220kWh/m2a auf 75 kWh/m2a
  • Reduzierung des Primärenergiebedarfs von 313 kWh/m2a auf 95,9 kWh/m2a

Energieberatung:

Doppelhaushälfte aus dem Jahr 1924

Doppelhaushälfte aus dem Jahr 1924

Das Resümee der Hausbesitzerin:
"Mein Fazit: Energetisch sanieren? Ja, auf jeden Fall, es lohnt sich wirklich. Aber die Beratung ist wichtig. Man sollte sich auf jeden Fall Hilfe in Form einer Baubegleitung dazu holen.“

Die Maßnahmen:
Den Eigentümern war es sehr wichtig, den Charakter des Hauses zu bewahren und dennoch den Wärmeschutz merklich zu verbessern. Dafür wurden Kellerdecke, Außenwände und Dach gedämmt, die Fenster und Türen erneuert sowie eine neue Heizungsanlage und ein Solarmodul installiert. Insgesamt wurde in diesem Altbau annähernd Neubaustandard erreicht, daher wurden drei Viertel der Kosten mit KfW-Mitteln finanziert. Außerdem erhielten die Eigentümer Zuschüsse vom Land Bremen.

Die Effekte:

  • Reduzierung der Heizkosten von 200 auf 90 Euro

Energieberatung:

Zweifamilienhaus aus dem Jahr 1926

Zweifamilienhaus aus dem Jahr 1926

Das Resümee des Hausbesitzers:
"Meine Betriebskosten haben sich nun ungefähr halbiert. Meine Anschaffungskosten amortisieren sich nicht so schnell, denn die Investition belief sich auf die doppelte Höhe einer normalen Hausanlage. Hinzu kam dann ja noch die Solaranlage. Da muss man eben für sich selbst entscheiden, wie wichtig der Umweltschutz ist.“

Die Maßnahmen:
Ein deutlich zu hoher Energieverbrauch war für Ralf Wedemeyer der Anlass, sein Wohngebäude zu modernisieren. 2003 kümmerte er sich zunächst um die Dämmung von Dach und Fassaden. 2006 war dann die Heizungsanlage dran: Die mehr als 20 Jahre alte Ölanlage wurde gegen eine Pelletheizung mit solarthermischer Unterstützung ausgetauscht.
Dabei handelt es sich um die Verbindung zweier moderner Heizsysteme. Während bei der Pelletheizung die Wärme durch das Verbrennen von Holzpellets gewonnen wird, sorgt die Solarthermieanlage auf dem Dach besonders in der warmen Jahreszeit für warmes Wasser. In die Anlage ist außerdem ein Heizungspufferspeicher mit Warmwasserbereiter integriert. So lässt sich im Winter auch die Energie aus der Pelletheizung zwischenspeichern. Ist beispielsweise nicht genug Sonnenenergie vorhanden, um die Solaranlage zu betreiben, schaltet sich die Pelletheizung ein. Zudem ist die Pelletheizung mit Solar-Kombination aber auch umweltschonend, da sowohl die Solaranlage als auch die Pelletheizung keine schädlichen Emissionenerzeugt und verursacht.

Die Effekte:

  • Verbesserung des Heizwärmebedarfs von 5.500 Liter Heizöl auf ca. 7 Tonnen Pellets im Jahr
  • Verbesserung des Primärenergiebedarfs von 60.000 auf 35.000 kWh/a

Begleitung:

Einfamilienhaus aus dem Jahr 1935

Einfamilienhaus aus dem Jahr 1935

Die Maßnahmen:
Dach, Wand, Keller – dieses sinnvolle Dämmtrio hat den Wärmeschutz des Einfamilienhauses deutlich erhöht. Konkret wurde der sieben Zentimeter breite Holraum der Außenwand kerngedämmt, die Dachflächen mit 40 Zentimeter Mineralwolle versehen und auf der Kellerdecke 10 Zentimetern Dämmmaterial angebracht. Darüber hinaus wurden eine Gas-Brennwertanlage, eine Solaranlage, neue Heizkörper und eine neue Leitungsführung eingebaut.

Die Effekte:

  • Theoretische Heizkennzahl vorher: 316 kWh/m² (Endenergie)
  • Neue theoretische Heizkennzahl: 67 kWh/m²a (Endenergie)

Begleitung:

Einfamilienhaus aus dem Jahr 1949

Einfamilienhaus aus dem Jahr 1949

Die Maßnahmen:
Das Einfamilienhaus wurde durch verschiedene Maßnahmen zum KfW-Effizienzhaus 115. Innerhalb eines Jahres wurde die Gebäudehülle (Außenwände, Dachflächen, Kellerdecke) gedämmt, die Fenster erneuert und die Heizungsanlage modernisiert. Ein Blower Door-Test diente der Qualitätssicherung.

Die Effekte:

  • Verbesserung des Heizwärmebedarfs von 224 kWh/ m2a auf 73,35 kWh/ m2a
  • Verbesserung des Primärenergiebedarfs von 357 auf 35.97,71 kWh/m2a

Energieberatung:

Einfamilienhaus aus dem Jahr 1953

Einfamilienhaus aus dem Jahr 1953

Das Resümee des Hausbesitzers:
„Ich bin rundum zufrieden. Auch die 500 Euro, die ich für einen Energieberater bezahlt habe, waren rückblickend eine gute Investition. Es geht bei so einem Vorhaben ja nicht nur um Wirtschaftlichkeit, sondern auch um Lebensqualität.“

Die Maßnahmen:
Sommerliche Hitze unterm Dach war das größte Problem, mit dem der Hauseigentümer zu kämpfen hatte. Das Dach wurde daher neu eingedeckt und mit Holzfasern isoliert. Eine Kerndämmung im dreischaligen Mauerwerk verbesserte zudem die Wärmeisolierung und die alte Heizungsanlage wurde durch eine Gasbrennwertheizung (15 KW) ersetzt. Neue Fenster rundeten die 2013 durchgeführte Einzelmaßnahmensanierung schließlich sinnvoll ab.
Für die Qualitätssicherung wurden sowohl ein Blower door-Test als auch eine Thermografie durchgeführt.

Die Effekte:

  • Verbesserung des Heizwärmebedarfs von 132,4 auf 78,3 kWh/m2a
  • Verbesserung des Primärenergiebedarfs von 238,5 auf 124,5 kWh/m2a

Energieberatung:

Mehrfamilienhaus aus dem Jahr 1953

Mehrfamilenhaus aus dem Jahr 1953

Die Maßnahmen:
Eine umfangreiche Modernisierung versetzte das Haus in Bremerhaven-Lehe in den Zustand eines KfW-Effizienzhaues 100 (nach EnEV 2007). Die Eigentümer nahmen sich zunächst Zeit für eine Energieberatung, um die möglichem Modernisierungsschritte und deren Einsparpotenzial durch einen Experten ermitteln zu lasssen. Umgesetzt wurden dann zahleiche Maßnahmen: Wärmedämmung der Außenwände (WDVS), Sanierung des Daches, Austausch der Haustüren und Fenster, Erneuerung der Heizungsanlage, Installation einer solarthermischen Anlage zu Warmwasseraufbereitung, Erneuerung der Balkone und des Aufzugs.

Die Effekte:

  • Reduzierung des Primärenergiebedarfs um 66 Prozent

Energieberatung: